...werden neumodisch auch als "Guiding Cameras" bezeichnet

Nachführkameras werden in der Astrofotografie zur Nachführkontrolle genutzt.

Nahezu jede parallaktische Montierung besitzt einen konstruktionsbedingten, mechanischen Fehler. Dieser führt dazu, daß Sternaufnahmen nicht mehr punktförmig aussehen, sondern in allen möglichen Formen (meist länglich/sinusförmig) das Foto unbrauchbar machen.

Eine Nachführkamera sorgt nun dafür, daß der Leitstern mittels Software am PC (oder sonstige Displays) auf einem virtuellen Fadenkreuz gehalten wird, d.h., abweichende Bewegungen der Montierung werden durch entsprechende Steuerbefehle korrigiert.

Ob eine Nachführkamera nun ein Sucherfernrohr, Leitfernrohr oder gar einen Off-Axis Guider betrieben werden muß, hängt von Ihrer verwendeten Optik ab und welchen Anspruch Sie haben - also eher Perfektionist oder lieber nur "knipsen" und stundenlang an der Nachbearbeitung sitzen (das verschweigt das gute Internet meist).

Leider macht sich bei Neueinsteiger ein Trend breit, der erwartet, daß die "günstige" Montierung genauso präzise laufen sollte, wie eine 'zig tausend Euro teure Montierung. Wenn das so einfach wäre, was würden wir dann am liebsten verkaufen?

Also, machen Sie es richtig, denn das spart Zeit, Geld und jede Menge Nerven - Sie werden dafür mit guten Fotos belohnt, gerade dann, wenn der Himmel nur eine kleine Wolkenlücke bietet.

Nachführkameras

Die meisten Modelle werden mit einem PC (oder sonstiges Gerät) verbunden.

Autarke/Eigenständige Nachführkameras

Werden auch wieder neumodisch als Standalone Guider (engl.) bezeichnet und sind i.d.R. vom PC unabhängig, meistens kann auf das eigene Smartphone zurückgegriffen werden.

Vorteil: Weniger "Geraffel" zum Mitschleppen, wenn man mal schnell irgendwo hinfährt und auch (meistens) weniger Kabelsalat.

Nachteil: Meist teurer.

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